Gibt es da eigentlich schon welche im Netz? Mir ist da nämlich gerade was aufgefallen… schaut euch mal die von Bush gewonnenen Staaten an (z.B. hier) und vergleicht deren Gesamtumriss mit der äußeren Form von Texas. Aha, sag ich da nur.
US-Wahl-Verschwörungstheorie
November 6th, 2004Immer schön positiv denken
November 5th, 2004Ist es das neue Motto von Michael Moore? Oder freut er sich insgeheim, dass er mit seiner nächsten (jetzt ja wohl definitiv zu erwartenden) Anti-Bush-Doku doch noch den Oscar abräumt? Jedenfalls gibt Mr. Moore auf seiner Website der traumatisierten Welt Hoffnung – er nennt 17 Gründe, sich nach der Bush-Wahl nicht die Pulsadern aufzuschlitzen. Gewohnt frech formuliert er, dass es schließlich nun definitiv das letzte Mal ist, dass Bush wiedergewählt werden konnte. Oder dass die Demokraten in Staaten gewannen, die den Großteil der Frischwasser-Vorräte und Mount St. Helens beinhalten – man könne die Republikaner also wahlweise dehydrieren oder unter Lava begraben. Mein Favorit ist allerdings Punkt 4:
4. In spite of Bush’s win, the majority of Americans still think the country is headed in the wrong direction (56%), think the war wasn’t worth fighting (51%), and don’t approve of the job George W. Bush is doing (52%). (Note to foreigners: Don’t try to figure this one out. It’s an American thing, like Pop Tarts.)
Nur für kurze Zeit
November 3rd, 2004Die Traumformel, die die Werbewirtschaft lange gesucht hat, scheint gefunden: „Nur für kurze Zeit“ können wir jetzt neue Kaffeesorten probieren, Auto-Sonderausstattungen ergattern, Telefonverträge abschließen, lila M&Ms essen oder kostenlos ein DSL-Modem bekommen. Raffinierterweise sagt uns niemand, wie lang diese Frist sein wird. Kurz kann wenige Tage, aber auch mehrere Monate bedeuten; je nachdem, wie der Kunde drauf anspringt. Tut er es nicht, war es eben nur eine superkurzfristige Megasonderaktion, tut er es doch, wird sie wegen der Riesennachfrage verlängert.
Ob das auch für US-Wahlen gilt?
Gerade wollte ich beginnen…
November 1st, 2004… mich darüber zu ärgern, wie viele Worte man über Bücher und Lesungen verlieren kann… da stolperte ich in einem mir bis heute vollkommen unbekannten Blog über einen Text von Herman van Veen, und nun summe ich vor mich hin und habe ganz andere, weitaus wichtigere Gedanken im Kopf…
Die wichtigen Dinge im Leben
November 1st, 2004Was auch immer in meiner Vita eine permanente Größe darstellt, garantiert nicht für die Ewigkeit gedacht sind die Links zu einzelnen Einträgen in meinem Blog. Wer mag, kann mich gern zitieren, Einträge von mir verlinken oder bookmarken. Aber er kann sich nicht darauf verlassen, dass ich
a) Inhalt oder URL eines Eintrags niemals verändere
b) Einträge niemals lösche
c) den Link, hinter dem die Einträge zu finden sind, für immer und ewig erhalte
Meine Seiten sind jetzt seit ungefähr acht Jahren im Netz. Sie haben eine rasante Evolution durchlaufen, Inhalte kamen und gingen. Es dürfte zudem nach meiner Zählung die fünfte Internetadresse sein, unter der man mich findet. Vier der fünf Internet-Adressen habe ich für immer verloren (Uni verlassen, Nachnamen geändert, Anbieter pleite, Domain verkauft). Allein daran würde schon jeder Versuch einer permanenten Verlinkung meiner Inhalte auf anderen Homepages scheitern.
Ich mute es einem armen, verwirrten Internetnutzer zu, dass er, um „ArianaMania“ wiederzufinden, möglicherweise erst mal den weisen Google befragen muss und dass trotzdem Inhalte, die er früher fand, hier für immer verschwunden sind. Er kann sich im Grunde sogar glücklich schätzen, dass ich mein Alter Ego seit nunmehr 9 Jahren unverändert beibehalten habe.
Ich kann auf Referrer, Counter, Backlinks und was auch immer sonst manchen oder vielen Bloggern so wichtig ist, dass die „Hauptseite“ nur so strotzt von Statistiken, eigentlich gut und gern verzichten (ich weiß, dass derzeit unten ein Counter steht, aber der zählt sowieso Schäfchen oder alle roten Autos auf der Straße – aber vielleicht macht es dich glücklich, ihn um 10 zu erhöhen? reload, reload, reload…).
Ich habe letzten Monat Lust auf eine neue Software gehabt, also habe ich sie installiert. Keine Backups, keine neue Domain, gar nichts, was auch nur im entferntesten „userfreundlich“ wäre. Und wenn mir danach ist, dann ist es hier morgen schon wieder anders – oder auch weg. Das hier ist MEIN ganz privater Sandkasten, ein Hobby, mehr nicht. Allerdings habe ich meine Links zu den Einzelbeiträgen auch niemals „Permalinks“ genannt. Bin also fein raus.
Langsam frage ich mich allerdings, warum ich mich über die „Brisanz“ solcher Themen in anderen Blogs noch wundere… irgendwann in den letzten Monaten muss sich da eine Parallelwelt abgespalten haben, deren Planeten aus einem bizarren Grund ausschließlich um sich selbst kreisen.
Mwahahaha!
Oktober 31st, 2004Ich liebe Wortspiele
Oktober 30th, 2004Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich deshalb, was gerade bei der Regierung Baden-Württembergs passiert. Nie wieder Überschriften, die mit „Teufel für…“ oder „Teufel gegen…“ anfangen. Dafür aber so nette Abgesänge wie Der rüde Machtkampf um die Teufel-Nachfolge. Dieser Name ist einfach ein Geschenk für Journalisten, die sich sonst mit „Lufthansa im Aufwind“ oder „Volkswagen auf Schlingerkurs“ behelfen müssen.
Immer diese gemeinen Andeutungen
Oktober 26th, 2004S erzählt mir gern vom Kindergarten. Aber sie wirft mir immer nur Brocken vor, und ich bleib dann vollkommen uninformiert, aber neugierig, zurück. Beispiele gefällig?
„H hat heute geheult“
„Warum?“
„I (Erzieherin) hat geschimpft“
„Was hat er denn gemacht?“
„Er hat geheult“
und so weiter…
oder
„Was gabs denn heute zu essen?“
„Kein Fleisch“ (S isst keins, also ist das eine Nullinformation)
„Oh, gab es Nudeln?“
„Nein. Buchstaben.“
„BUCHSTABEN???“
„ja.“
Ende der Debatte.
oder morgens
„Ich will aber die Haare so wie L.“
ohne weitere Informationen, wie L die Haare denn so hat.
Ich rate „Pferdeschwanz“
vollkommen genervte S motzt: „NEIN! SO NICHT!“
Ich rate „Spangen an der Seite“
vollkommen genervte S… und so weiter…
Habe dann mal I gefragt, wie L aussieht und schau jetzt immer nachmittags selbst nach, welche Frisur sie trägt, damit ich diese am nächsten Morgen nachvollziehen kann. Was tut man nicht alles, damit der Morgenmuffel milde gestimmt ist.
Die Frage, was sie gemacht hat, beantwortet sie übrigens entweder wahrheitsgemäß mit „ich war im Kindergarten“ oder mit „GESPIELT“ (mit diesem Ton, der aussagt: „man, stellst du blöde Fragen“). Ist das nicht herrlich?
Der Kunde ist König
Oktober 24th, 2004
Kostenfalle Handyrechnung
Oktober 24th, 2004Da stolpere ich schon seit ein paar Wochen über diese Mobilcom-Werbung, die behauptet, man könne sein Kind jetzt aus der Kostenfalle SMS/Handy holen mit einer Art Prepaid-Karte. Auch der Spiegel scheint die Idee zu mögen:
Der Mobilfunkanbieter Mobilcom kombiniert in einem neuen Modell die Kontrolle einer Prepaid-Karte mit den Vorzügen eines laufzeitgebundenen Mobilfunkvertrages. Der Tarif M-Limit arbeitet dabei mit einem vorab gesetzten Gebührenlimit pro Monat. Ist der Betrag aufgebraucht, erhält der Kunde eine Hinweis-SMS und kann fortan nur noch Gespräche annehmen oder Notrufe absetzen. Zielgruppe sind jugendliche Kunden und deren Eltern, die finanziellen Schaden von der Familie abwenden möchte.
Aber ich scheine wohl den nötigen Horizont nicht dafür zu haben. „Volle Kostenkontrolle dank Limit“. D’accord. Aber dann: „15 – 30 – 50 Euro“. Lebe ich echt derart hinterm Mond, dass mir das als ziemlich hoch erscheint, wenn wir über ein Handy von „jugendlichen Kunden und deren Eltern“ sprechen? Selbst 15 Euro für SMS/Gespräche finde ich schon ganz schön viel, schließlich geht es, soweit ich das Werbegeplänkel auf der Mobilcom-Seite verstehe, ja nur um die reinen Gesprächskosten. Aber 50? Puh. Wir sprechen ja nicht von einem beruflich genutzten oder sonst irgendwie lebenswichtigem Handy.
Ich selbst habe seit 1996 ein Handy (und entgegen anderslautender Gerüchte ist es auch ab und zu mal geladen und funktionsfähig), aber eine Rechnung über 50 Euro hatte ich noch nie. Wieviele SMS kann man wohl für 15 Euro schreiben? Bei web.de kostet mich eine 160er 10 Cent. Ich schreibe aber lieber Mails, die kosten mich gar nichts.
Wäre es nicht logisch, den SMS-Narren seine Leidenschaft selbst zahlen und die Entscheidung fällen zu lassen, SMS oder Kino oder Zeitschrift oder…? Was bekommen heutige Teenager so an Taschengeld, insgesamt – wenn das Handy schon mit Grundgebühr plus Minimal-Limit 15 Euro zu Buche schlägt?
