Bajuwarisierung

Mai 29th, 2001

Bayern-Flagge

Gestern las ich, dass jemand fragte, wie man am besten Weißwürste grillt – mich durchzuckte ein innerer Schmerz: Weißwürste grillen??? Dann kam mir eine weitere schmerzliche Erkenntnis. Sollte ich etwa Anpassungserscheinungen zeigen?

Meine Freundin erzählte mir, sie hätte es sehr verstört, dass eine weitere Freundin statt „Guten Tag“ inzwischen völlig selbstverständlich „Grüß Gott“ sagen würde, wenn ihr jemand auf der Treppe begegnet. Und ich stellte fest: ich auch! Ich sage „Grüß Gott“, obwohl ich nicht mal getauft bin. Einfach nur deshalb, weil es alle machen. Drei Jahre in Bayern lassen mich auch Brötchen als Semmel bezeichnen, ich weiß, dass man zu Frikadellen Fleischpflanzerl zu sagen hat, und ich komme auch damit klar, ein Radler statt ein Alster zu bestellen. Erfolgreiche Gehirnwäsche?

Dennoch bin ich natürlich weiterhin ein „Saupreiß“, da kann ich mich anpassen, wie ich will (will ich überhaupt?). Beim Sprachtest („Oachkotzlschwoaf“) falle ich natürlich regelmäßig durch – aber hat man jemals erlebt, dass ein Niedersachse einen Rheinländer mit dem Wort „Griechisch“ gefoltert hätte???

Besonders deutlich wird diese bayerische Negativhaltung gegenüber Nordlichtern wie mir beim „Abschiedsgruß-Mobbing“. Vorher hatte es mich wirklich verstört, dass auf mein freundliches „Auf Wiedersehen“ grundsätzlich ein „Auf Wiederschauen“ erwidert wurde, versuchte ich es dagegen mit „Auf Wiederschauen“, hörte ich „Auf Wiedersehen“. Nachdem mir von einem hilfreichen Zeitgenossen erklärt wurde, dass das die Leute machen, um einen zu ärgern, um zu zeigen „Du gehörst nicht dazu“, verabschiede ich mich grundsätzlich nur noch unbajuwarisch mit „Tschüß“. Auf „Grüß Gott“ mit dem albernen preußischen Gruß „okay, mach ich, wenn ich ihn sehe“ zu antworten, habe ich mir bisher allerdings verkniffen 😉

80s Forever

Mai 28th, 2001

Formel Eins

Gute Nachricht für alle, die es
a) noch nicht wussten,
b) in München und Umgebung leben und
c) die 80-er Jahre cool finden.
Bei tv.muenchen kommt zurzeit jede Nacht Formel Eins mit Peter Illmann! Sie sind gerade bei 1984, wenn mich mein Song-Feeling nicht täuscht. Meistens kommen die Sendungen zwischen 23 Uhr und Mitternacht, einfach mal reinschauen. Ich finde es herrlich nostalgisch 🙂 Könnte mir übrigens vorstellen, dass die Sendungen auch beim Partnersender tv.berlin im Programm sind.

Nicht langweilig

Mai 28th, 2001

Damit ich nicht unausgelastet daheim sitze, wurde ich von meinem Herzallerliebsten mit einigen hochgeistigen Tätigkeitsvorschlägen versorgt. Ja, okay: Die CDs könnten tatsächlich alle mal wieder einsortiert werden, dann wollte ich noch was brennen und scannen (das sind definitiv BÄH-Tätigkeiten), gestaubsaugt hab ich schon, dann fehlt noch der Gang zur Bücherei (daneben ist ein dm-Markt, da werd ich dann mal shoppen gehen – Gelegenheiten, die man nicht auslassen sollte). Bügeln könnte ich noch, ein wenig Ablage machen… aber ich möchte ja noch ein bisschen Arbeit für Dienstag übrig lassen 😉

Perfektionismus

Mai 27th, 2001

Kurz vor Montag schießen mir Gedanken durch den Kopf. Liisa schreibt in mein Gästebuch, es sei doch bestimmt schön, mal nicht den typischen Montag vor sich zu haben. Aber irgendwie fühle ich mich zwiespältig. Es ist der erste, an dem ich so richtig „Hausfrau-allein-zu-Haus“-Feeling entwickeln kann. Gemischte Gefühle muss ich ganz ehrlich zugeben.

Nicht, dass ich gern morgen früh um 6 Uhr aufstehen würde um zur Arbeit zu gehen *grins* aber ein eigenartiges Gefühl bleibt trotzdem. „Ruh dich aus, du bist schwanger“ fällt mir manchmal doch etwas schwer… aber ich werde mich mit Lesen und Ausschlafen und an-Templates-Rumbasteln sicherlich erfolgreich ablenken.

Lachsalven

Mai 27th, 2001

Gestern Abend im Circus Krone: Comedy pur. Mal so richtig ablachen, nicht ohne Schadenfreude und Hinterwitz mit Dieter Nuhr. Einfach genial! Vor allem die Szene, in der Nuhr erzählt, wie seine Freundin an der Kasse panisch ihr Portemonnaie sucht, löste bei mir „frisch ertappte“ Lachsalven aus.

Dieter Nuhr

Aufräumarbeiten

Mai 27th, 2001

Ich habe mich vorhin todesmutig daran gemacht, eine neue Blog-Software für dieses Tagebuch zu installieren, diesmal „bei mir“ – das berühmte Greymatter. So ganz blicke ich natürlich noch nicht durch, deshalb kann ich nur um Geduld bitten, bis alles wieder einigermaßen funktioniert. Aber nachdem ich jetzt eine Weile versucht habe, mit Blogger zu arbeiten, scheint mir dies doch der bessere Weg zu sein. Ich hoffe auf Eure Geduld, warum die Direktlinks nicht funktionieren, habe ich z.B. noch nicht rausgekriegt ;o) aber vermutlich braucht die eh kein Mensch *g*

Herzlich Willkommen, werte Kollegen!

August 11th, 2000

Nachdem meine URL nunmehr auch im Büro die Runde gemacht hat 😉 Nun, ich kann die Frage eigentlich auch nicht so recht beantworten, wer sich für mein Lieblings-Duschgel interessiert… Kann das einer von den Lesern beantworten?! (Abgesehen davon hab ich bei der Sorte sowieso gelogen – Pfirsich gibt’s nämlich gar nicht, das Zeug heißt irgendwie anders)

Nach der Arbeit habe ich mich noch mal flugs in das Sommerschlussverkaufs-Getümmel gestürzt und bin natürlich auch noch fündig geworden. Kaputtgelacht haben die Verkäuferin und ich uns, nachdem wir feststellten, dass ein ganzer Schwung Klamotten bei Chick&Adrett (Crempel&Abfall?!) statt in DM in Österreichischen Schillingen ausgezeichnet war.

Back to basics

Januar 3rd, 2000

Der erste Arbeitstag – leider funktioniert auch hier mein Computer… na gottseidank sind’s nur drei Tage bis zum verlängerten Wochenende 😉

Die Weihnachtsbesuchsrunde löst sich auf

Januar 2nd, 2000

… aber nicht ohne eine weitere »Siedler-Runde (auch wenn A meint, er könne das Spiel nicht mehr sehen).

Die Zukunft ist heute

Januar 1st, 2000

Neujahr – kein »Y2K-Bug, sogar der bereits für tot erklärte Videorecorder funktioniert anstandslos. 2000 klingt trotzdem noch so nach Zukunft. Die fing gut an – ich hab Andreas in „Catan“ vernichtend geschlagen 😉