Verschwendete Lebenszeit

August 24th, 2015

Insgesamt verschwenden Münchner Autofahrer im Stau rund 48 Stunden pro Jahr.

Quelle: süddeutsche.de

48 Stunden pro Jahr verschwendete Lebenszeit also. Morgens hin, nachmittags zurück. Sagt die Süddeutsche.

Doch, man könnte es mit Camus betrachten und sich glücklich schätzen. So wie Sysiphos immer wieder seinen Stein den Berg hinaufrollt, sinnlos, denn er weiß ja, dass der Stein ihm wieder entkommt und er die ganze Arbeit erneut erledigen muss – genau so fahre ich dreimal die Woche den Ring entlang, hin und zurück, und stehe unweigerlich und meistens im Stau. Ist diese Lebenszeit verschwendet? Oder, weil es mir, so wie Sysiphos, bewusst ist, dass ich das mache, obwohl ich weiß, dass ich meine Zeit dort verschwenden werde, kann ich damit glücklich sein?

Ja, ich kann.

Denn weil ich weiß, dass ich die Zeit dort verschwende, kann ich sie leidenschaftlich verschwenden. Statt zu jammern und zu wehklagen, kann ich aus dem Fenster schauen. Ich kann an einem kühlen Novembertag plötzlich Nebensonnen am Himmel entdecken oder dem Eichhörnchen zusehen, das am Straßenrand auf einem Baum herumturnt. Ich kann über lustige Kennzeichen schmunzeln, und ich kann im Kopf ganz viele Pläne schmieden, die Gedanken sind frei.

Und dann passiert es doch einmal: grüne Welle. Ferien. Und ich bin in nicht einmal 30 Minuten an meinem Arbeitsplatz. Und freue mich irrsinnig. Und bin gleichzeitig ein bisschen wehmütig, weil ich für all die schönen erfüllenden Gedanken gar keine Zeit hatte.

Rückblick 2014

Januar 24th, 2015

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen (aber nur minimal)

Haare länger oder kürzer?
länger

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
beides

Mehr ausgegeben oder weniger?
gleich viel, aber gezielter

Der hirnrissigste Plan?
dieses Mal hat alles geklappt

Die gefährlichste Unternehmung?
delegieren

Die teuerste Anschaffung?
Flugreise

Das leckerste Essen?
Sauerbraten

Das beeindruckenste Buch?
Zero

Der beste Film?
Winterkartoffelknödel

Die beste CD?
L’Âme Immortelles „Drahtseilakt“

Das schönste Konzert?
Martina Schwarzmann

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Pläneschmieden

Die schönste Zeit verbracht mit…?
S, A und G

Vorherrschendes Gefühl 2013?
jetzt geht’s wieder

2014 zum ersten Mal getan?
etwas gewagt

2014 nach langer Zeit wieder getan?
etwas beendet

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
neue Heckklappe, sinnlose Diskussionen, Krankheit

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
das machen wir SO

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Geduld

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich hätte das ganz genau so gemacht.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
es geht mir gut

2014 war mit 1 Wort…?
Aufbrechend

Feuer machen!

Mai 31st, 2014

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Fragen Sie Frau Niki

März 25th, 2014

Im Spiegel Online erschien jüngst dieser Artikel: „Pass auf, Vorsicht, alles ist gefährlich!. Natürlich: das sind a) die anderen und wir niemals, denn unsere Kinder dürfen mal alles – und b) maßt sich Frau Sibylle, die hässlich Magere, ja an, über etwas zu schreiben, das sie gar nicht beurteilen kann, weil sie selbst keine Kinder hat.

Erst zu b) – Kann sie nicht? Gilt das dann bitte für alle? Nie wieder klugscheißerische Besserwisserei anderen gegenüber? Klasse! Ich find’s großartig, mich nie wieder für mein Tun oder Nichttun rechtfertigen zu müssen. Nein, im Ernst jetzt: Das ist Zynismus, was Frau Berg da betreibt. Und da gilt immer noch der kluge Spruch „Getroffene Hunde bellen“.

Nun zu a) – Da mokieren sich tatsächlich die Eltern, dass sie ihren Kindern ja wirklich alles erlauben und ihrem Kinde die möglichst umfängliche Freiheit zu geben. Nur um die lieben Kleinen dann jedes Wochenende zum Sportplatz zu karren oder morgens zur Schule. Die Eltern, die ihrem Sprössling bis ins Teenager-Alter hinein die Klamotten kaufen, das Brot schmieren, das Essen vorkochen, ihn an wirklich alles erinnern, das er wissen müsste, mit ihm lernen, beim Lehrer antanzen, jede noch so erdenkliche Förderung durchfechten, Tag und Nacht einfach alles geben, damit es dem Kinde gut tut.

Meiner Meinung nach hat Frau Sibylle vor allem eins gemeint: wir lassen unsere Kinder überhaupt nicht mehr aus den Augen. Ich habe das als Kind der 70er selbst schon so erlebt, als Einzelkind, Wunschkind, heißgeliebte Tochter zweier Eltern, die alles für mich gegeben haben, um mir eine wunderbare Kindheit zu ermöglichen. Und dabei die Verantwortung für mein Leben übernommen haben. Ich wurde gebracht und geholt, man lernte mit mir, ich bekam immer die bestmögliche Förderung und viele Wünsche bezahlt. Ich habe mich immer an ihren Vorgaben orientiert, das war halt so. Mama wusste es besser, Papa wusste es besser. Und wenn es doch nicht klappte, dann waren und fühlten sie sich dafür verantwortlich.

Wir bedauern, nach dem Skilager brav auf den Bus mit den Kinderlein wartend, die eine Mutter, die sich Sorgen machten, weil das Töchterlein erst und nur am zweiten Abend anrief, wie es ihr geht. Wir kämpfen uns jeden Morgen durch das Verkehrsaufkommen vor Schule und Kindergarten zu kämpfen auf dem Weg zur Arbeit, um nur eben das Kind herauszulassen, „weil ich sowieso da immer langfahre“. Wir führen die Terminkalender unserer Kinder treffen und dann untereinander die Verabredungen organisieren, Tage im Voraus, weil Leon nur montags kann und Lukas nie nach 18 Uhr – und nächste Woche Dienstag geht es nicht, weil Leon und Lukas da schon miteinander spielen, tut mir leid.

Ich merke, dass ich selbst automatisch wie ein Roboter so manches hinter den Kinderlein herräume oder nachfrage, ob sie wirklich alles erledigt haben haben und kontrolliere, kontrolliere, kontrolliere. Wo sie sind, was sie gegessen haben, ob sie auch wirklich den Brief in den Kasten geschmissen, den Hund gefüttert… Kinder im Rechtfertigungsmodus. Um zu bestehen im täglichen Eltern-Wettrennen, wo einen die anderen blamieren mit Fragen wie „WIR finden ja Mathe gerade so schwer, IHR auch?“ oder so. Weil ich vom Lehrer mit bösen Zetteln überhäuft werde, wenn mein Sohn die Hausaufgaben nicht macht. Auch meine Kinder sind nur sehr selten wirklich allein und eigenverantwortlich.

Und das fehlt. Da hat sie schon recht.

Denn irgendwann steht man nämlich in seiner Studentenbude und stellt fest: ich hab noch nie ganz allein einen Kuchen gebacken. Musste noch nie wirklich ALLES einkaufen, da war halt immer was da. Wie tankt man eigentlich? Und dann ruft man doch die Eltern an. Und Mama weiß es besser und kommt eben vorbei und macht das. Und fragt en passant, ob man auch schon die Diplomarbeit angefangen hat. Peinlich.

Den Weg zu finden zwischen Helikopter-Mom und Freiraum lassen ist wirklich schwierig in einer Welt, die von Wunschkindern bevölkert wird, deren schon etwas ältere Eltern ihnen alles Vermeintliche von den Augen ablesen und es stets, ernsthaft und von ganzem Herzen gut meinen. Wir wollen, dass es unsere Ableger gut haben, alles hinbekommen und einfach nur brillieren in ihrem Leben.

Es ist an uns zu lernen, dass „wenn Du das möchtest, dann organisiere es Dir allein, und ich finde es okay, wie Du es machst, auch wenn ich es vermutlich dreimal so effizient und völlig anders machen würde als Du“ viel besser ist, als ständig um die Kinder herumzuwuseln und ihnen alles zu organisieren. Sie können es schon selbst. Man muss sie nur mal lassen.

Rückblick 2013

März 24th, 2014

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen (und wie – grummel)

Haare länger oder kürzer?
kürzer

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
gleich geblieben

Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr, oh ja, und wie

Der hirnrissigste Plan?
„mehr Zeit für mich“ – jedesmal, wenn ich das dachte, kam ein neues Feuer zum Austreten

Die gefährlichste Unternehmung?
war nix gefährlich

Die teuerste Anschaffung?
iPhone, und zwar ZWEI *nerv*

Das leckerste Essen?
Kantine: Fischsuppe

Das beeindruckenste Buch?
habe nur jede Menge Krimis gehörbucht, das beste: Blackout

Der beste Film?
Null Kinobesuche

Die beste CD?
hab tatsächlich keine einzige gekauft

Das schönste Konzert?
War in keinem einzigen.


Die meiste Zeit verbracht mit…?

Feueraustreten

Die schönste Zeit verbracht mit…?
mir selbst 😛

Vorherrschendes Gefühl 2013?
es ist zu viel auf einmal, wann wird das endlich besser

2013 zum ersten Mal getan?
einen Schlussstrich gezogen

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Ein Smartphone zerstört – hätt nicht sein müssen

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Missverständnisse, Streit, nervtötende Ärgernisse

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
ich kann das!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Vertrauen

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Eine Entschuldigung

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir haben Dich von der Liste gestrichen

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
ich liebe Dich

2013 war mit 1 Wort…?
Grauenhaft

Ich kann nicht anders…

Februar 20th, 2013

… ich muss einfach über diese ganzen Pferdefleisch-in-Lasagne-Sprüche lachen. Und Ihr so?

„Geiz isst Gaul“
„Meine Tochter wünscht sich ein Pferd. Werde ihr 200 Packungen Lasagne als Bausatz schenken.“
„Im Süden Deutschlands wurden Sägespäne im Hackfleisch nachgewiesen. Vermutlich handelt es sich um Schaukelpferd.“
„Meine Lasagne hat mehr PS als dein Auto!“
„Hab Durchfall von meiner Lasagne bekommen. War bestimmt ein Rennpferd.“
„Lasagne ist das Pferd des kleinen Mannes.“
„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist Lasagne ohne Rind.“
„Die Lebensmittelindustrie soll auf Verpackungen bitte Ross und Reiter nennen.“
„Wieso sprichst du mit deiner Lasagne? – Ich bin Pferdeflüsterer!“
„Meine Lasagne hat 2008 bei Olympia Gold in der Dressur geholt.“
„Diese Lasagne wiehert mich an.“
„Schimmel in Lasagne muss kein Zeichen mangelnder Frische sein.“
„Neu bei Mc Donald’s: Der Mc Fury“
„Lasagne ist ausverkauft – oder ausgeritten?“
„Wie nennt man verbrannte Lasagne? – Black Beauty“
„Wenn in der Lasagne kein Pferd ist, hast du Schwein gehabt.“
„Ich glaub, mich tritt eine Lasagne“
„Mami, ich will ein Pferd – Schatz, gleich, ist schon in der Mikrowelle“

Nun. Genug auf der Lasagne herumgeritten.

Gute Vorsätze…

Januar 6th, 2013

… hatte ich eigentlich gar nicht vorsätzlich vor, aber trotzdem habe ich heute mich selbst aufraffend eine Joggingrunde durch den Nieselregenwald mitsamt Wauzi hinter mich gebracht. War gar nicht so schlimm. Sollte ich vielleicht noch Violine üben? Sogar meinen Schreibtisch habe ich beinahe fast ein bisschen aufgeräumt.

Rückblick 2012

Januar 4th, 2013

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen

Haare länger oder kürzer?
länger

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
gleich geblieben

Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr

Der hirnrissigste Plan?
meine Pläne sind nicht hirnrissig 😉

Die gefährlichste Unternehmung?
Bergwandern!

Die teuerste Anschaffung?
iMac

Das leckerste Essen?
Pizza in Venedig

Das beeindruckenste Buch?
habe nur jede Menge Krimis gehörbucht

Der beste Film?
Ich war nur 1x im Kino, und der Film war super: Skyfall


Die beste CD?

Ich hatte letztes Jahr die LAI-CD erwähnt – die habe ich gekauft, aber immer noch nicht gehört.


Das schönste Konzert?

War in keinem einzigen.


Die meiste Zeit verbracht mit…?

Organisieren

Die schönste Zeit verbracht mit…?
meinen Kindern und Freunden – und meinem Freund :-)

Vorherrschendes Gefühl 2011?
es ist zu viel auf einmal


2012 zum ersten Mal getan?

Mountainbike gefahren

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Urlaub am Meer gemacht

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Missverständnisse, davon gab es aber mehr als 3

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
eine private Sache, die meinen Sohn betrifft

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Vertrauen

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein bisschen Geld, das zum richtigen Zeitpunkt von Herzen geschenkt wurde und mir in dem Moment sehr geholfen hat (das stand da letztes Jahr auch schon)

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
wir kriegen das hin

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
ich liebe Dich

2012 war mit 1 Wort…?
Achterbahn

Frohes neues Jahr!

Januar 3rd, 2013

Die letzten Jahre, inklusive 2012, waren sehr „anstrengend“. Es hat sich viel getan, viel ist passiert, viele schöne neue Wege haben sich insbesondere 2012 ergeben. Und so soll es weitergehen, nur weniger… „anstrengend“ bitte :-) Ich freue mich auf Pfingsten in Valencia!

Der Jahresausklang war symptomatisch für das Gesamtjahr – hektisch, anstrengend, aber am Ende hat es doch geklappt wie gewünscht. Und so stand ich Silvester 2012 auf dem Markusplatz in Venedig mit dem Liebsten, um auf ein neues Jahr anzustoßen. Ein Traum!


Ein neues Jahr voller guter Vorsätze – oder nennen wir es: Ideen – hat begonnen. Nachdem die letzten drei Jahre viele Dinge einfach getan, geklärt und erledigt werden mussten, weil sie anstanden, weil sie drängten, weil sie einfach nicht aufgeschoben werden konnten, sollte jetzt dieser Berg abgetragen sein und es kann ein neuer Lebensabschnitt beginnen. Viele Dinge, viele Menschen, die auch wichtig sind, sind liegen geblieben, und jetzt ist es einfach mal an der Zeit, dass ich mich wieder selbst spüren möchte, dass ich an mich denken kann, dass ich einfach nur mal das machen kann, was mir Spaß macht. 42 ist dafür die passende Alterszahl, finde ich.

Vielleicht kann man es auch Konzentration auf die wichtigen Dinge im Leben nennen. Dieses Jahr soll es übersichtlicher werden. Nachdem ich die vergangenen Jahre schon viel viel viel anders gemacht, rausgeschmissen, gerümpelt habe, kommt nun das Feintuning, es ist immer noch viel. Es ist voll, es muss ausgelüftet werden. Ein Ding ist schön, zehn Dinge erdrücken. Die Jahre, in denen Kaufen für mich auch ein Trost war, sind vorbei und Schnee von gestern. Ergo habe ich mir vorgenommen, dass jeden Tag fünf Sachen, die mich umrümpeln, rausfliegen. Klar wird auch immer wieder was Neues einziehen, das rechne ich nicht auf und zähle es nicht mit. Aber alter Kram raus ist beschlossen. Immer wenn es passt, werde ich mich damit beschäftigen. Luft außen bringt auch Luft innen, vieles ist einfacher, wenn man nicht ständig vor Entscheidungen steht, etwas wegschieben muss etc. – Naja, wem erzähle ich das, den meisten geht es in einer Überflussgesellschaft ja nicht anders. Zunächst habe ich schon mal meiner Mutter einen Sack Wolle mitgegeben.

Ausmisten :-) inklusive Nachhaltigkeit

August 3rd, 2012

Der langjährige Leser meines Blogs (falls noch jemand da ist: huhu ;-)) weiß sicher, dass ich immer mal wieder davon träume, ein leeres, übersichtliches, aufgeräumtes Haus zu haben. Aber irgendwie geht es mir wie vielen in der westlichen Konsumgüterglitzerwelt: man hat einfach zu viel. Und wenn man denn aussortiert, dann lagert man es doch, weil, man könnte es verkaufen, verschenken… Besondes freue ich mich deshalb, dass ich letzte Woche dreimal Sachen in gute Hände weiterreichen konnte.

Zum einen zwei zu klein gewordene Fahrräder, die ich an eine Mitschülerin meines Sohns und ihren kleinen Bruder verschenken konnte – da waren Fahrräder gesucht, ich hatte welche. Die sind zwar „zu alt“ zum Verkaufen, aber die andere Mutter konnte ihr Glück, gleich zwei Fahrräder zu bekommen, gar nicht fassen. Und ich auch nicht: meine Garage ist plötzlich ganz toll leer. So waren wir beide richtig zufrieden, und ich freue mich auch, dass die Räder noch wo rumkurven dürfen und nicht auf den Wertstoffhof müssen. Das war nämlich dann doch mal geplant und hätte mir schon wehgetan.

Ich kann es nämlich nicht gut leiden, wenn funktionsfähige Dinge einfach weggeschmissen werden. Doch für Flohmärkte habe ich kaum Zeit, und virtuell verkaufen… da haben die Käufer meist extrem hohe Ansprüche. Kein Platz für alte Fahrräder. Und auch kein Platz für mein zum Teil über 20 Jahre altes IVAR-Regal.

Ich habe letztes Jahr im Keller mein Regal drastisch dezimiert. Weniger Lagerfläche = weniger Kram, der da rumsteht. Die übrig gebliebenen Regalbretter und Pfosten und Stützkreuze lagerten aber dann doch wieder im Keller. Wegschmeißen? Viel zu schade. Verkaufen? Viel zu alt… Und dann erzählte mein junger Kollege, dass er gerade umzieht und endlich einen KELLER hat. Das war mein Einsatz 😉 keine 48 Stunden später erfreute er sich dreier Seitenteile, eines Eckpfostens, 12 Einlegeböden, 5 Eckböden, Stützkreuzen und jeder Menge Metallnupsis zum Aufbauen. Er braucht nur noch 2 weitere Seitenteile und kann sich dann ein großes Regal draus bauen. Und ich habe plötzlich unter der Treppe im Keller PLATZ!

Wäre schön, wenn es so weiterginge. Ich mag das.